Meanwhile in Namibia
Deutschland verweigert Reparationszahlungen für die deutsche Kolonialherrschaft und den Völkermord in Namibia. Stattdessen werden in Entwicklungsprogrammen die Nachkommen der Opfer auf eine Weise zur Schau gestellt, die eine bittere Parallele zur Geschichte der Menschenzoos zieht. Doch nicht nur durch diese Praxis werden strukturelle Ungleichheit und Rassismus in Namibia offensichtlich.
»Meanwhile in Namibia« macht sich daran, die kolonialen Nachwirkungen in dem Land mit der weltweit zweithöchsten sozialen Ungleichheit zu untersuchen. Mit scharfem Beobachtungsblick und feinem ironischem Gespür für das Absurde skizziert der Film eine Mikrosoziologie einer von der Apartheid geprägten Gesellschaft. Durch eine nüchterne und doch bissige Montage entblößt der Film alltägliche Realitäten mit beunruhigender Präzision und lässt keinen Raum für bequeme Distanz.
Jonas Spriestersbach (geb. 1982) studierte zunächst Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und im Anschluss Kamera an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Nach seinem Abschlussfilm »Tiere« (DOK.fest 2019) ist »Meanwhile in Namibia« sein Debütfilm – selbst produziert ohne jegliche Förderung.
- Land
- DE/NA
- Jahr
- 2026
- Laufzeit
- 118 min
- Regie
- Jonas Spriestersbach
- Buch
- Jonas Spriestersbach
- Kamera
- Jonas Spriestersbach
- Schnitt
- Jonas Spriestersbach
Spielzeiten
Halberstadt
Meanwhile in Namibia
Zuckerfabrik Kinopark Halberstadt Gröperstraße 88, 38820 Halberstadt
Vorverkauf noch nicht gestartet
Magdeburg
Meanwhile in Namibia
Filmkunsthaus Studiokino Magdeburg Moritzplatz 1a, 39124 Magdeburg
Vorverkauf noch nicht gestartet