Frau Müller muss weg!

Hommage an Justus von Dohnányi: Bitterböse Komödie in der ein Elternabend aus dem Ruder läuft.

Nachdem er das Stück von Lutz Hübner bereits erfolgreich am Grips Theater in Berlin inszeniert hatte, ist Sönke Wortmann nun auch für die Kinofassung der richtige Mann. Im Grunde ein Kammerspiel im Stil von „Der Gott des Gemetzels“, bietet die bitterböse, mit schwarzem Humor durchzogene Geschichte dem gut aufgelegten Ensemble ausreichend Gelegenheit zu brillieren und legt zugleich entschlossen den Finger in die Wunde von Reizthemen wie Schulsystem, Erfolgsdruck und Ost-West-Gefälle.

Die Eltern einiger Kinder aus einer vierten Klasse an einer Grundschule in Dresden will der Klassenlehrerin Frau Müller bei einem außerordentlichen Elternabend das Vertrauen entziehen: Man fürchtet um den Übertritt der Kinder aufs Gymnasium, weil die Lehrerin den Anforderungen nicht gewachsen scheint. Als Frau Müller vor den Kopf gestoßen das Klassenzimmer verlässt, entbrennt zwischen den anwesenden Eltern ein erhitzter Streit, bei dem sich Ressentiments und Vorbehalte immer explosiver Bahn brechen.

Filminfos

Land:Deutschland
Jahr:2014
Regie:Sönke Wortmann
Buch:Lutz Hübner, Sönke Wortmann, Oliver Ziegenbalg, Sarah Nemitz
Kamera:Tom Fährmann
Musik:Martin Todsharow
Schnitt:Martin Wolf
Darsteller:Gabriela Maria Schmeide, Justus von Dohnányi, Anke Engelke, Ken Duken u.a.
Länge:
Verleih:Constantin Film AG
Preise:36. Bayerischer Filmpreis: Bestes Drehbuch
FSK:ab 6

Aufführungen.

Fr.20.10.19:00 UhrFilmBurg Querfurt
Sa.21.10.17:15 UhrUppstall Kinos Stendal